Wodurch entsteht Stress überhaupt?

Wir alle haben Stress. Er entsteht aus einem riesigen Geflecht von Faktoren, die nur schwer entwirrt werden können und sich gegenseitig verstärken. Am Ende führt dieses Geflecht dazu, dass unser Kopf raucht. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie den Brandbeschleuniger identifizieren können.

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Schneelawine in den Bergen

Woher kommt Stress?

Stress wird als „Aktivierungsreaktion des Organismus auf Anforderungen und Bedrohungen“ (Litzcke et al.) verstanden. Er entsteht, wenn die Anforderungen der Umwelt, die eigenen Möglichkeiten zur Bewältigung übersteigen. Sie fühlen also Stress, wenn Ihrem Körper mehr abgefordert wird, als er leisten kann. Was Stress genau bedeutet finden Sie unter Was bedeutet Stress?

Stress hat immer mindestens einen Auslöser. Diese Auslöser sind zum Beispiel Entwicklungsaufgaben, wie die Vorbereitung auf eine Berufskarriere, die besonders im Kindes- und Jugendalter stressvoll wirken oder kritische Lebensereignisse, wie der Tod eines geliebten Menschen. Solche Ereignisse rufen bei jedem Menschen unterschiedlich viel Stress hervor. Diese Stressoren sind häufig allerdings kaum veränderbar, daher kann man nur den Umgang damit lernen. Hilfe dazu finden Sie hier Akzeptanz als Mittel gegen den Stress.

Konzentrieren wir uns auf einen durchaus veränderbaren Stressor, die alltäglichen Herausforderungen und Probleme. Sie rufen besonders in Verbindung mit fehlenden Ressourcen Stress hervor. Dabei wird vor allem Stress im Alltag und in der Berufswelt häufig durch alltägliche Probleme hervorgerufen, die entweder von langer Dauer sind oder häufig wiederkehren.

eine Herausforderungen ist beispielsweise Zeitdruck auf der Arbeit. Gelöst werden kann sie durch ein geeignetes Zeitmanagement, wozu Sie hier mehr erfahren: Strategien zum Zeitmanagement.

Was sind die häufigsten Auslöser?

Die damit verbundenen Stressoren können unterteilt werden in berufliche Stressoren, Stressoren des Alltags, körperliche Stressoren und mentale Stressoren, die auch als „persönliche Stressverstärker“ bezeichnet werden. Zu all diesen Stressoren finden Sie im Folgenden Beispiele, die Sie vielleicht auch bei sich wiederfinden. Welche dieser Situationen halten Sie davon ab, zu entspannen?

Die Liste wird Ihnen dabei helfen, die Stressoren in Ihrem Alltag zu identifizieren. Kreuzen Sie einfach an, was auf Sie zutrifft! Checkliste Stressoren identifizieren

Wenn Sie die Checkliste ausgefüllt haben, dann haben Sie sicherlich eine ganze Vielzahl an Faktoren markiert. Sie merken, dass ein einzelner Stressor an sich gar nicht so schlimm ist. ohne wäre es ja auch langweilig, hin und wieder brauchen wir auch die Herausforderung. Problematisch und wirklich belastend, ist die Verbindung aus verschiedenen Stressoren.

Die Stresslawine

Bringen wir nun etwas Praxis in die Theorie. Stress hat also immer mindestens einen speziellen Auslöser, oftmals besteht allerdings ein ganzes Geflecht an Auslösern. So verstärken sich verschiedene Anforderungen und Herausforderungen gegenseitig, die allein vielleicht gar nicht so stressreich wären.

Das ist wie bei einer Lawine: ein bisschen Schnee, das ins Rutschen kommt, ist kein Problem. Problematisch wird es, wenn viel neuer Schnee fällt und eine ganze Menge zu rutschen beginnt. Er reißt immer mehr Massen an Schnee mit ins Tal und kann nicht mehr werden. Wäre die Lawinengefahr früher erkannt worden, hätte die Katastrophe verhindert werden können.

Folgen der Lawine

Geben wir uns unserem Stress einfach hin und machen uns nicht an die Ursachenbekämpfung, wird er mit Sicherheit nicht von selbst verschwinden. Wir können versuchen, die Stresssituation zu verändern oder wir ändern unsere Emotionen und Gedanken, die wir über eine Situation haben. Dazu gehören auch Entspannungsübungen. Diese dienen all den Problemen, die wir nicht verändern können.

wir aber dazu in der Lage, ein Problem in Angriff zu nehmen und den Stressoren zu entkräften, dann sollten wir das unbedingt tun. Ansonsten wird der Stress chronisch und die verschiedenen Auslöser werden sich immer weiter hochschaukeln.

Stoppen der Lawine

Um Stressauslöser zu identifizieren, kann das Gespräch mit anderen Menschen helfen. Andere merken im Gespräch mit Ihnen, was Sie belastet. Möglicherweise können sie Ihnen dabei helfen herauszufinden, was Sie am meisten bedrückt. Auch in der Lösung solcher Probleme ist die Kontaktaufnahme zu anderen Menschen immer ein guter Weg.

Wenn Sie Dinge lieber zuerst mit sich selbst ausmachen, können Sie sich auch alleine auf die Suche nach Ihren Stressoren begeben. Setzen Sie sich hin und überlegen Sie ganz genau, an welchen Stellen im Alltag und Berufsleben Sie sich überfordert, unwohl, nicht wertgeschätzt, gelangweilt, gestört oder belastet fühlen. Schreiben Sie all diese Faktoren auf. Inspiration finden Sie auch in der Checkliste Stressoren identifizieren, die Sie weiter oben im Artikel finden.

Das Aufschreiben unsere Gedanken und Sorgen kann uns dabei helfen, Dinge zu verarbeiten. Es hilft uns, das Gedankenkarussell zu stoppen, Überlegungen zu strukturieren und den Kopf freizubekommen.

Welche Faktoren können Sie verändern? Welche Faktoren können durch Ihre Einstellung und Gedanken zu dem Problem verändert werden? Markieren Sie alle veränderbaren Stressoren, die beseitigt oder entschärft werden können. Für Abhilfe von Stressoren in der Berufswelt, bietet Ihnen dieser Artikel eine Hilfestellung: Problem mit dem Chef besprechen

Für all jene Stressoren, die Sie nicht ohne weiteres verändern können, helfen Ihnen Entspannungsübungen dabei gelassener zu werden. Diese können Sie dabei unterstützen, manche Stressoren als weniger stressreich zu empfinden. Eine große Auswahl an Methoden und Übungen finden Sie hier: Gelassen leben durch Entspannungsübungen im Alltag

Stressoren in Kürze

Hier finden Sie einen kurzen Überblick über den Artikel. Wenn Sie etwas zu einem der Punkte nachlesen wollen, kommen Sie durch den blauen Link zu dem entsprechenden Absatz.